Komitee zur Unterstützung der politischen Gefangenen im Iran-Berlin
e.V.
Greifswalder Str. 4, D-10405 Berlin
Tel. : +4930-42023399/Fax: +4930-41936868, E-Mail: kupg_iran@yahoo.de
Verein iranischer Flüchtlinge in Berlin e.V.
Reuterstr. 52, 12047 Berlin
Tel.: +4930-62981530/Fax: + 4930-62981531, E-Mail: Vereiniranischerfluechtlinge@gmx.de
Kundgebung zum Jahrestag der Studentenproteste
im Iran
Gegen die Menschenrechtsverletzungen im Iran
Gegen das Schweigen der Bundesregierung!
Vor sieben Jahren sind die Proteste der iranischen StudentInnen
für Demokratie blutig niedergeschlagen worden. Viele von ihnen stehen
heute immer noch unter Repressalien. Die täglichen und systematischen
Menschenrechtsverletzungen in der Islamischen Republik Iran in den
letzen 27 Jahren sind niemals ernsthaft Gegenstand der deutsch-iranischen
Beziehungen gewesen, und immer fand man irgend einen Grund um das
Schweigen zu rechtfertigen. Die Diskussionen über das "Atomprogramm"
haben obendrein dazu geführt, dass andere wichtige Themen mal wieder
in Vergessenheit geraten. Trotz brutalen Menschenrechtsverletzungen
im Lande, hier nur einige aktuelle Beispiele:
Brutale Niederschlagung der Studentenversammlungen in mehreren
Universitäten in Teheran
Brutale Niederschlagung der Frauenproteste am 12.06.06
Brutale Niederschlagung des Streikes der Teheraner Busfahrer; mehrere
Gewerkschaftler sind immer noch in der Haft
Verhaftung mehrere Schriftsteller und Journalisten, Verbot der Jahresversammlung
des iranischen Schriftstellerverbandes
Niederschlagung der Proteste in Provinzen Kurdistan, Khousistan
und Azerbaijan
61 Hinrichtungen bis Mai 2006, darunter Hinrichtung der politischen
Gefangenen Hodjat Zamani
Unterdrückung der religiösen Minderheiten, darunter Verhaftung von
Bahai's
Verschärfung der Kleidungsvorschriften für Frauen
Trotzdem wird in bilateralen Gesprächen nur über das Atomprogramm
gesprochen. In letzten Angeboten von 5+1, also die Vetomächte der
UNO und Deutschland wurde die Lage der Menschenrechte total ausgeklammert.
Die Bundesregierung als führende Kraft dieser Politik trägt hier
eine besondere Verantwortung. Diese Politik führt zur Stabilisierung
eines Regimes, das nicht nur Menschenrechte im Iran brutal verletzt,
sondern dessen Präsidenten, die Holocaust leugnet und zur Tilgung
des Staates Israel ausruft. Wir verurteilen auf das Schärfste diese
unerträglichen Äußerungen. Wir sind der Meinung, dass ein demokratischer
und säkularer Iran ohne Todesstrafe und politische Gefangene, ohne
Frauenunterdrückung… durch das iranische Volk sich aufbauen lässt,
und jegliche kriegerischen Provokationen hier zu verurteilen sind.
Für diese Forderungen, gegen die Menschenrechtsverletzungen im
Iran und gegen das Schweigen der Bundesregierung zu Menschenrechtsverletzungen
im Iran rufen wir zu einer Kundgebung auf.
Zeit und Ort: Freitag, 07.07.2006, ab 12.30 Uhr, vor dem Außenministerium,
Werderscher Markt 1, Berlin-Mitte
Veranstalter: Komitee zur Unterstützung der politischen Gefangenen
im Iran-Berlin e.V.
Verein iranischer Flüchtlinge in Berlin e.V.