Prison's Dialogue
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Im Exil lebende ehemalige politische Gefangene (Iran)

SCHLUSS MIT DEN REPRESSI-ONEN GEGEN FRAUEN IM IRAN!

Seit Beginn der Machtübernahme der Geistlichkeit 1979 im Iran sind die Frauenrechte in fast allen Bereichen der
Gesellschaft eingeschränkt und der
islamischen Gesetzgebung, der Scha-ria, untergeordnet. Zwangsverschleie-rung ist nur eine dieser Unterdrü-ckungs-mechanismen.

Der Kampf der Frauen gegen ihre
Benachteiligung und ungleiche Ge-schlechterbehandlung wird, wie jegli-che demokratische Widerstandsbewe-gung, sei es von StudentInnen, Arbeit-nehmerInnen, LehrerInnen oder der ethnischen Minderheiten, vom diktato-rischen Regime
mit Verhaftungen und Hinrichtungen
beantwortet.

Am 25. November, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, wollen wir "Frauen gegen Fundamentalis-mus"
die Öffentlichkeit auf die massive Ge-walt gegen iranische Frauen aufmerk-sam
machen.

Die iranischen Frauen unterliegen dis-kriminierenden und unmenschlichen Sondergesetzen: So zählen etwa ihre Zeugenaussagen vor Gericht weniger als die von Männern. Um zu reisen, müssen sie die Genehmigung ihrer E-hemänner oder Väter nachweisen. Sie sind der Willkür ihrer Männer gesetzlich ausgeliefert
(Polygamie, Scheidungsrecht, Sorge-recht....). Weiterhin gehören zu diesen Gesetzen die barbarische Steinigung bei Ehebruch und unerlaubten sexuel-len Kontakten, die Todesstrafe für Ho-mosexuelle, die Benachteiligung bei der
Berufsausübung (z.B. keine Zulassung zum Richteramt) sowie im Erbrecht.
Diese Repressalien ziehen sich wie ein roter Faden durch alle Lebensbereiche.

Zur Zeit warten im Iran 10 Frauen in den Todestrakten der Gefängnisse auf ihre Hinrichtung durch Steinigung. Die letzte Todesstrafe durch Steinigung wurde von einem islamischen Gericht am
27. September 2007 gegen eine Frau in der Stadt Mashad wegen Ehebruchs ausgesprochen. Der Mann hingegen wurde zu 100 Peitschenhieben verurteilt. Eine dieser 10 Frauen, Frau Mokarameh Ebrahimi, ist in unmittelba-rer Gefahr
gesteinigt zu werden.

Die immer häufiger gefällten Urteile und Vollstreckungen von Steinigungen im Iran werden in der deutschen Öf-fentlichkeit kaum zur Kenntnis genom-men. Lassen sie uns gemeinsam die Vollstreckung der Steinigungen gegen diese Frauen verhindern.Mit dem Druck der Weltöffent-lichkeit kann nicht nur die grausame und menschenverachtende Strafe durch Steinigung, sondern auch die Todesstrafe selbst abgeschafft werden.

Trotz der massiven Unterdrückung der Frauen ist der Widerstand der Frauen im Iran groß. Sie brauchen aber dringend
unsere Solidarität.

Die Frauen, die sich für Gleichberechti-gung und Demokratie im Iran einsetzen, werden festgenommen und gefoltert. In den Gefängnissen wird Vergewaltigung von Frauenrechtlerinnen als Foltermittel eingesetzt.

Wir "Frauen gegen Fundamentalis-mus", kämpfen für die Selbstbestim-mungsrechte der Frauen in all ihren Le-bensbereichen, gegen staatliche und häusliche Gewalt an Frauen, gegen die Todesstrafe und insbesondere gegen die Hinrichtungen der Jugendlichen.


Es lebe die Frauensolidarität!

SCHLUSS MIT DER ENTRECH-TUNG DER FRAUEN IM IRAN!

SCHLUSS MIT DER ZWANGS-VERSCHLEIERUNG IM IRAN!

SCHLUSS MIT DEN REPRESSI-ONEN GEGEN FRAUEN IM IRAN!

Frauen gegen Fundamentalis-mus Berlin-November 2007
Einige Beispiele:

" Allein 35000 Verhaftungen von Frau-en wegen des Verstoßes gegen die islami-schen Kleidervorschriften im Frühling und im Sommer 2007.

" Eine junge Ärztin, Zahra Bani
Ameri, wurde in einem Gefängnis im Okto-ber 2007 in der Stadt
Hamedan ermordet. Das Regime behaup-tet, dass sie sich im
Gefängnis das Leben genommen habe, ih-re Familie allerdings
dementiert das. Der Grund ihrer Verhaf-tung war ein Treffen mit
ihrem Freund im Park.

" Verurteilung der Frauenaktivistin Delaram Ali am 4.11.2007 zu 2,5 Jahren Haft und 10 Peitschenhieben, weil sie bei der Kampagne "1 Million Unterschriften für die Gleichberechtigung der Frauen im Iran" mitwirkte.

" Verhaftung der Frauenrechtlerin Roo-nak Saffarzadeh, weil sie bei der Kampag-ne "1 Million Unterschriften für die Gleich-berechtigung der Frauen im Iran" mitwirkte.

" Verhaftung der Frauenrechtlerin Hana Abdi in der Stadt Sanandaj am 6.11.2007.


SCHLUSS MIT DEN REPRESSI-ONEN GEGEN FRAUEN IM IRAN!

SCHLUSS MIT STEINI-GUNG UND HINRICHTUNG
IM IRAN!

In der Islamischen Republik Iran wird die Todesstrafe auch gegen Minderjäh-rige verhängt, was ein Verstoß gegen das
Übereinkommen über die Rechte des
Kindes ist. Die Mädchen sind ab dem
9. Lebensjahr und Jungen ab dem
15. Lebensjahr strafmündig.

So wurde die 16jährige Atefeh Radjabi wegen unehelicher sexueller Beziehung in der Stadt Naka am 15.8.2004 hingerichtet.

Derzeit sitzen 71 Jugendliche in den
Todestrakten der Gefängnisse im Iran.


SCHLUSS MIT
GESCHLECHTER-
APARTHEID UND
SEXUELLER GEWALT
IM IRAN!


Wo: Potsdamer Platz
Wann: 24. November 2007, 13.00 Uhr

Kontakt:
Handy: +49/160-93438217
frauengegenfundamentalis-mus@yahoo.de

Adresse: Dialog
Postamt1 / Postlagernd
04109 Leipzig /Germany
Email: dialogt@web.de