Presseerklärung
gegen die neue Welle der Gewalt und Unterdrückung im Iran!
Wir, ehemalige politische Gefangene der islamischen Republik Iran, treten aus
Solidarität mit den Freiheit fordernden Menschen unseres Landes und für die
Freilassung aller politischen Gefangenen – insbesondere der Inhaftierten der
aktuellen Ereignisse – sowie zur Warnung vor einem möglichen Massaker
am Freitag, dem 24., und Samstag, dem 25. Juli 2009 am Berliner Brandenburger Tor in einen Hungerstreik. Der Hungerstreik beginnt am Freitag um 9.00 Uhr, auch dort findet um 11.00 Uhr unsere Pressekonferenz statt, zu der wir Sie herzlich einladen.
Die Massendemonstrationen der vergangenen Wochen im Iran waren auch eine
Demonstration der Macht der Menschen, um so die kontinuierliche Betrügerei, Gewalt und Unterdrückung des iranischen Regimes öffentlich anzuprangern.
Und wieder wurden diese Demonstrationen mit der brutalsten staatlichen Gewalt
des islamischen Regimes und seinem Militär niedergeschlagen.
Allein in den letzten Wochen wurden mehrere Demonstranten getötet, viele wurden verletzt und hunderte verhaftet. Es ist von 3000 bis 5000 Verhafteten die Rede und
von Verschwundenen.
Zu den ersten Angriffsorten der Regierungsbanden gehörten Studentenwohnheime,
bei den meist nächtlichen Überfällen wurden mehrere Studenten/innen getötet und
hunderte verhaftet.
Die gegenwärtige Verfolgungswelle mit abendlichen Hausdurchsuchungen bei der
Familien von Student/innen und bei Journalist/innen sowie den überraschenden Inhaftierungen und dem Verschwindenlassen von Menschen erinnert uns an die
traumatischen Ereignisse der 80er Jahre.
Angehörige der Inhaftierten erhalten keine Informationen über den Verbleib ihrer
Kinder oder Geschwister. Die Angriffe auf die Versammlungen der Mütter von Gefangenen haben zu weiteren Inhaftierungen geführt.
Die Gefangenen sind der schlimmsten psychischen und physischen Gewalt ausgesetzt, um „falsche Geständnisse“ zu erzwingen. Unnötig, darauf hinzuweisen, dass solche diktierten „Geständnisse“ keine Bedeutung haben. Sie sind nur weitere
Dokumente der Brutalität und Grausamkeit des iranischen Regimes.
Für die sofortige und bedingungslose Freilassung aller politischen
Gefangenen im Iran
Für die Abschaffung der Todesstrafe und Folter
Im Exil lebende IranerInnen und ehemalige Gefangene des Iran
Kontakt: Frau Marzie Hassanvand, Tel.-Nr.:0163 8616 017
E-Mail: raya_fb@yahoo.de
Frau Mojdeh Arassi, Tel.-Nr.:0177 387 96 23
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